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Hosting-Analyse: warum viele Unternehmen jährlich hunderte Euro zu viel zahlen

Historisch gewachsene Hosting-Verträge sind oft ein stiller Kostenfresser. Was bei einer Hosting-Analyse regelmäßig ans Licht kommt, und wie Sie das ändern.

Serverschränke in einem Rechenzentrum

Wenn ich ein bestehendes Web-Projekt übernehme, gehört eine Hosting-Analyse zum ersten Schritt. Was ich dabei finde, ist kein Einzelfall, sondern ein Muster: Verträge, die vor Jahren aufgesetzt wurden und seitdem still weiterlaufen, weil niemand sie hinterfragt hat.

Was in solchen Verträgen typischerweise steckt

  • Mehrere Hosting-Pakete für eine einzige Website, weil das alte nie gekündigt wurde
  • SSL als kostenpflichtiges Add-on, obwohl es seit Jahren über Let's Encrypt gratis ist
  • Zu teures E-Mail-Hosting beim Webhoster statt einer günstigeren Lösung
  • Domain-Verwaltungsgebühren für eine Leistung, die es faktisch nicht gibt
  • Veraltete Tarife mit wenig Speicher und alter PHP-Version, während neue Tarife mehr fürs gleiche Geld bieten

Was eine Analyse konkret ergibt

Ein typischer Fall: Ein Betrieb mit einer einfachen WordPress-Website zahlte 47 Euro im Monat für Hosting, SSL, Domain und E-Mail. Nach der Analyse: eine Domain (rund 10 Euro im Jahr), ein ordentliches Hosting-Paket (etwa 8 Euro im Monat), SSL kostenlos, E-Mail separat (etwa 4 Euro im Monat). Ersparnis rund 370 Euro pro Jahr, und die Seite lief danach schneller, weil die neue Infrastruktur besser war.

Was Sie selbst prüfen können

Suchen Sie alle Abbuchungen mit Begriffen wie Hosting, Domain, Webspace, Server oder Mail und rechnen Sie zusammen, was monatlich anfällt. Fragen Sie sich bei jeder Position, ob Sie wissen, wofür sie steht. Gekündigt wird erst, wenn alles migriert ist (Domain, Website, E-Mail, Backups), das ist handwerkliche Sorgfalt, kein Hexenwerk. Übernehme ich ein Projekt ohnehin, gehört diese Analyse für mich zur sorgfältigen Übernahme dazu. Wer den Aufwand ganz abgeben will, findet im Mietmodell Hosting und Pflege bereits enthalten.

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Carlo Krämer · ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print (IHK)