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Sichere Website: mein System und gewartetes WordPress

Meine Systeme bieten weniger Angriffsfläche als herkömmliche Websites. Womit ich das belege, und wie sich auch WordPress mit konsequenter Wartung sicher betreiben lässt.

Aufgeräumter Schreibtisch mit geschlossenem Laptop, Smartphone, Kaffee und Pflanze bei Tageslicht

Symbolbild, KI-generiert

Meine Websites sind sicherer als herkömmliche Websites, und das ist keine Werbefloskel, sondern eine Frage der Bauweise. Gerade häufen sich Warnungen von Hostern und Behörden zu einer WordPress-Sicherheitslücke, über die Angreifer Schadcode einschleusen können. Betroffen sind potenziell alle WordPress-Installationen. Meine Systeme sind von dieser Art Angriff gar nicht erst betroffen, weil ihnen genau das fehlt, was hier ausgenutzt wird: eine Datenbank, ausführbarer Code im Hintergrund und ein Login im Frontend.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 43 Prozent aller Websites weltweit laufen mit WordPress (Quelle: W3Techs). Genau diese Verbreitung macht das System zum beliebtesten Ziel automatisierter Angriffe.
  • Sicherheitsdienste berichten Jahr für Jahr, dass die große Mehrheit neu gemeldeter WordPress-Schwachstellen aus Plugins und Themes stammt, nicht aus dem Kern.
  • Das BSI warnt regelmäßig vor Schwachstellen in Content-Management-Systemen und empfiehlt, Sicherheitsupdates unverzüglich einzuspielen.
  • Eine statische Website hat keine Datenbank, kein PHP im Hintergrund und kein Login im Frontend. Damit fehlt die Fläche, über die WordPress typischerweise angegriffen wird.
  • Wer WordPress braucht, braucht Wartung: Updates, Backups und ein wachsames Auge. Ohne das wird aus einem kleinen Versäumnis schnell ein großer Schaden.

Der Beleg, kurz gemacht

„Sicherer" darf man nicht einfach behaupten, deshalb hier die Belege: einer aus der Bauweise, einer aus meiner Praxis, einer von unabhängiger Stelle.

  • Bauweise: Meine Systeme haben keine Datenbank, keinen Code, der im Hintergrund läuft, keine Plugins und kein Login im Frontend. Die häufigsten Angriffe auf herkömmliche Websites finden bei mir schlicht kein Ziel.
  • Praxis: Als die aktuellen Warnungen kamen, habe ich meine eigenen Seiten geprüft. 11 Systeme laufen live, 0 davon sind von dieser WordPress-Lücke betroffen.
  • Unabhängig: Das BSI warnt regelmäßig vor Schwachstellen in Content-Management-Systemen, und laut W3Techs laufen rund 43 Prozent aller Websites mit WordPress. Genau diese Masse ist das Ziel automatisierter Angriffe.

Was gerade passiert

In Wellen verschicken Hoster und Sicherheitsstellen aktuell Warnungen, dass eine WordPress-Lücke aktiv ausgenutzt wird. Der Ablauf ist fast immer gleich: Über eine Schwachstelle wird schadhafter Code auf den Webspace geschoben, danach können Angreifer auf Dateien und Datenbank zugreifen. Aus einem gekaperten Postfach werden dann Spam oder Phishing verschickt, im schlimmsten Fall fließen Kundendaten ab. Das Tückische daran: Viele Betreiber merken davon zunächst nichts.

Wichtig ist, solche Warnungen ernst zu nehmen, aber nicht blind auf jede Mail zu reagieren. Angreifer verschicken selbst gern gefälschte Sicherheitswarnungen, um an Ihre Zugangsdaten zu kommen.

Warum WordPress so oft getroffen wird

WordPress ist das mit Abstand meistgenutzte System für Websites. Rund 43 Prozent aller Websites weltweit laufen damit. Für Angreifer ist das ein Traum: Eine einzige funktionierende Lücke lässt sich automatisiert gegen Millionen Seiten fahren. Es lohnt sich also, gezielt nach WordPress-Schwachstellen zu suchen, während eine einzelne, individuell gebaute Seite dieses Massenziel gar nicht darstellt.

Dazu kommt das Plugin-Prinzip. Der Reiz von WordPress ist, dass Sie fast jede Funktion per Plugin nachrüsten. Jedes dieser Plugins ist aber fremder Code, der auf Ihrem Server läuft. Sicherheitsdienste berichten seit Jahren übereinstimmend, dass die große Mehrheit der gemeldeten WordPress-Schwachstellen nicht aus dem Kern kommt, sondern aus Plugins und Themes. Ein einziges veraltetes Plugin genügt als offene Tür.

Was meine Systeme anders machen

Ich baue diese Websites statisch, technisch heißt das: Sie werden einmal erzeugt und dann als fertige Dateien ausgeliefert. Es gibt keine Datenbank, aus der bei jedem Aufruf Inhalte zusammengesetzt werden, keinen serverseitigen Code, der im Hintergrund läuft, und keinen Login-Bereich, den die Besucher überhaupt erreichen. Damit fällt die ganze Klasse von Angriffen weg, die bei WordPress die Regel ist: keine SQL-Injection, kein gekapertes Plugin, kein Bruteforce gegen ein Login-Formular, das öffentlich erreichbar ist.

MerkmalWordPressMein System
DatenbankJa, wird bei jedem Aufruf abgefragtNein
Code auf dem ServerPHP läuft dauerhaft mitNein, nur fertige Dateien
Plugins und ThemesFremder Code, muss gepflegt werdenKeine
Login im FrontendÖffentlich erreichbarNicht vorhanden
Typische AngriffsflächeGroßSehr klein
Laufender PflegeaufwandHoch, Updates sind PflichtGering

Ehrlich bleibt dabei: Auch mein System ist kein magischer Schutzschild. Falsch konfigurierte Server oder unsichere Formular-Dienste können Probleme machen, und wer Zugangsdaten verliert, hat unabhängig von der Technik ein Problem. Aber die typischen Massenangriffe auf herkömmliche Websites laufen bei meiner Bauweise schlicht ins Leere, weil ihr Ziel gar nicht existiert. Warum ich vieles bewusst so baue statt auf ein klassisches CMS zu setzen, zeige ich im Vergleich WordPress oder eigene Web-App.

Wenn Sie WordPress nutzen

WordPress ist ein gutes System, und für viele Projekte die richtige Wahl. Ein Onlineshop, ein redaktioneller Blog mit vielen Autoren oder ein Mitgliederbereich brauchen genau so etwas, das im Hintergrund arbeitet. Der Punkt ist nicht, dass WordPress schlecht wäre, sondern dass es gepflegt werden will. Der häufigste Grund für gekaperte Seiten ist nicht ein raffinierter Hacker, sondern ein Update, das monatelang niemand eingespielt hat. Mit konsequenter Wartung läuft eine WordPress-Seite sicher.

Ich betreue selbst eine Reihe von WordPress-Seiten für Kunden und halte deren Kern aktuell. Als die jüngsten Warnungen kamen, habe ich alle betreuten Installationen durchgesehen und geprüft, ob die Version aktuell ist und ob unnötig offene Stellen wie ein aktiver XML-RPC-Zugang geschlossen gehören. Das ist genau die Arbeit, die ein Betreiber im Alltag selten schafft und die im Ernstfall den Unterschied macht.

Sicherheit ist keine einmalige Einstellung, sondern eine Gewohnheit. Bei statischen Seiten nehme ich das Risiko schon beim Bauen raus, bei WordPress-Seiten halte ich es durch Wartung klein. Beides ist besser, als zu hoffen, dass es schon gutgeht.
Carlo Krämer, Mediengestalter Digital und Print (IHK), CarloMedia

Wenn Sie unsicher sind, wie Ihre Seite aktuell dasteht, schauen wir gemeinsam drauf. Beim Website-Check sehe ich mir Technik, Aktualität und offene Stellen an und sage Ihnen ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht. Auf Wunsch übernehme ich danach die laufende Wartung oder baue Ihre Seite so um, dass dieses Risiko gar nicht mehr entsteht.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. BSI, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Warnungen und Empfehlungen zu CMS-Schwachstellen
  2. W3Techs: Usage statistics of content management systems
  3. Patchstack: State of WordPress Security (jährlicher Report zu Schwachstellen in Plugins und Themes)

Häufige Fragen

Ist eine statische Website wirklich sicherer als WordPress?

Gegen die typischen Angriffe auf WordPress ja, weil ihr die Ziele fehlen. Eine statische Seite hat keine Datenbank, keinen serverseitigen Code und kein öffentliches Login, also fällt die häufigste Angriffsfläche weg. Absolute Sicherheit gibt es im Netz nicht, aber die ganze Klasse der WordPress-Massenangriffe läuft bei einer statischen Seite ins Leere.

Bin ich von der aktuellen WordPress-Sicherheitslücke betroffen?

Wenn Ihre Seite auf WordPress läuft, sollten Sie das ernst nehmen und prüfen, ob Kern, Plugins und Themes aktuell sind. Läuft Ihre Seite statisch oder auf einer eigenen Web-App ohne WordPress, sind Sie von dieser konkreten Angriffsart nicht betroffen. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick von außen, um Version und offene Stellen zu prüfen.

Kann jede Website statisch gebaut werden?

Viele klassische Firmenseiten, Landingpages und Portfolios ja. Sobald Sie einen Onlineshop, einen Mitgliederbereich oder eine Redaktion mit vielen Autoren brauchen, ist ein System mit Datenbank sinnvoller. Dann ist die Frage nicht statisch oder WordPress, sondern ob die nötige Technik sauber gepflegt wird.

Was bringt eine Warn-Mail von meinem Hoster, soll ich sofort alle Passwörter ändern?

Nehmen Sie die Warnung ernst, aber prüfen Sie erst, ob die Mail echt ist. Melden Sie sich dazu direkt über die offizielle Adresse Ihres Hosters an, nicht über einen Link in der Mail, denn gefälschte Sicherheitswarnungen sind selbst eine gängige Betrugsmasche. Neue Passwörter gehören außerdem nie in das WordPress selbst hinterlegt.

Warum sind Plugins bei WordPress ein Risiko?

Jedes Plugin ist zusätzlicher fremder Code, der auf Ihrem Server läuft. Sicherheitsdienste berichten seit Jahren, dass die große Mehrheit der gemeldeten WordPress-Schwachstellen aus Plugins und Themes stammt und nicht aus dem Kern. Weniger Plugins und regelmäßige Updates senken das Risiko deutlich.

Übernehmen Sie auch die Wartung meiner bestehenden WordPress-Seite?

Ja. Ich halte Kern, Plugins und Themes aktuell, kümmere mich um Backups und Login-Schutz und behalte ungewöhnliche Aktivität im Blick. Wenn sich abzeichnet, dass eine statische Lösung für Sie sinnvoller ist, bauen wir das in Ruhe um. Am einfachsten starten wir mit einem Website-Check.

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Carlo Krämer · ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print (IHK)