Fast jedes Briefing nennt UX/UI in einem Atemzug. Was genau gemeint ist, wissen die wenigsten. Dabei lohnt sich die Unterscheidung, weil sie bestimmt, wofür Sie Ihr Budget einsetzen.
Was ist UX-Design?
UX steht für User Experience, die gesamte Erfahrung, die jemand mit einem Produkt hat. Die Leitfrage lautet: Wie funktioniert etwas, und wie fühlt es sich an? Dazu gehören Nutzerverständnis, Informationsarchitektur, Wireframes (schematische Entwürfe ohne Gestaltung) und das Testen, ob das Ganze wirklich trägt. Gutes UX ist unsichtbar, schlechtes frustriert.
Was ist UI-Design?
UI steht für User Interface, die sichtbare Oberfläche. Die Leitfrage lautet: Wie sieht es aus? Dazu gehören Farben, Typografie, Icons, Komponenten, Layout und der hochauflösende Prototyp. Wenn UX das Skelett ist, ist UI das Aussehen und Anfühlen.
Brauchen Sie beides?
Nur UI genügt, wenn Struktur und Navigation bereits durchdacht sind, etwa beim Relaunch mit bekanntem Inhalt. UX und UI zusammen sind sinnvoll bei neuen Produkten, unklaren Nutzerbedürfnissen, Conversion-Fokus oder komplexen Abläufen wie Buchung und Checkout. In meinen Website-Projekten kläre ich zuerst Struktur und Inhalt, dann folgt die visuelle Gestaltung, beides als ein Prozess. Das ist keine aufwendige Forschung, verhindert aber die häufigsten Fehler.
