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Webdesign Tipps: 12 Regeln für eine Website, die verkauft

12 konkrete Webdesign-Tipps vom Berliner Mediengestalter Carlo Krämer: von Struktur und klarer Handlungsaufforderung bis zu Ladezeit, echten Fotos und Datenschutz. So wird aus Ihrer Website eine, die Anfragen bringt.

Die meisten Websites verkaufen nichts, weil sie über die eigene Firma reden statt über das Problem des Besuchers. Wer in den ersten Sekunden nicht versteht, was er hier bekommt und warum er bleiben soll, ist wieder weg. Gutes Webdesign fängt deshalb nicht bei Farben und Effekten an, sondern bei einer klaren Antwort auf drei Fragen: Wer sind Sie, was bieten Sie, und für wen?

Ich bin Carlo Krämer, Mediengestalter Digital und Print (IHK) aus Berlin-Lichtenberg, und baue seit 2014 Websites für Handwerksbetriebe, Praxen, Coaches und kleine Unternehmen. Hier bekommen Sie 12 Tipps, die ich in jedem Projekt anwende, jeweils mit kurzer Begründung und einem Beispiel aus der Praxis. Kein Design-Fachchinesisch, sondern das, was am Ende Anfragen bringt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Struktur zuerst: Legen Sie fest, welche Frage jede Seite beantwortet, bevor Sie gestalten.
  • Ein Ziel pro Seite: eine klare Handlungsaufforderung, nicht fünf, die sich gegenseitig im Weg stehen.
  • Aus Kundensicht texten: Nutzen statt Selbstlob, in der Sprache Ihrer Zielgruppe.
  • Mobil zuerst: Die Mehrheit Ihrer Besucher kommt vom Smartphone.
  • Schnell laden: Jede zusätzliche Sekunde Wartezeit kostet Besucher.
  • Vertrauen zeigen: echte Fotos, echte Rezensionen, klar sichtbare Kontaktdaten.
  • Datensparsam und rechtssicher: Impressum und Datenschutz sauber, oft ganz ohne Cookie-Banner.
  • Klein anfangen: Ein guter One-Pager schlägt eine halbfertige Großseite.

Tipp 1: Struktur vor Design

Bevor eine einzige Farbe feststeht, sollten Sie wissen, welche Seiten Ihre Website hat und welche Frage jede einzelne beantwortet. Design ohne Struktur ist Dekoration. Eine Website ist ein Weg, den ein Besucher geht, kein Bild, das er nur anschaut. Wer die Reihenfolge klärt, in der Menschen Informationen brauchen, spart sich später teure Umbauten.

Beim Berliner Innenausbau-Betrieb 030 Construction Solutions haben wir die Seitenstruktur zuerst auf Papier festgelegt: Startseite, Leistungen, Referenzen, Kontakt, dazu zweisprachig in Deutsch und Englisch. Erst als klar war, welche Aufgabe jede Seite erfüllt, ging es an die Gestaltung. Welche Seiten Sie überhaupt brauchen, hängt vom Website-Typ ab, den ich unter Website-Typen im Überblick erkläre.

Tipp 2: Eine klare Handlungsaufforderung pro Seite

Jede Seite braucht ein Ziel. Sollen Besucher anrufen, ein Formular ausfüllen oder einen Termin buchen? Wenn Sie alles gleichzeitig anbieten, entscheidet sich am Ende niemand. Eine Handlungsaufforderung, die sich ruhig wiederholt, wirkt stärker als fünf, die miteinander konkurrieren.

Für die Gin Chilla Bar mit ihren über 600 Gin-Sorten war das Ziel eindeutig: einen Tisch reservieren. Der Button dafür steht oben und taucht beim Scrollen erneut auf, angebunden an ein echtes Buchungssystem. Das nimmt dem Team Anrufe zu Stoßzeiten ab, und der Gast bekommt sofort seinen Platz.

Tipp 3: Texte aus Kundensicht schreiben

Der häufigste Textfehler: Die Seite redet über die Firma statt über den Menschen davor. Sätze wie "Wir bieten ein umfassendes Leistungsspektrum" sagen nichts. Drehen Sie es um. Was hat der Kunde davon, was löst es bei ihm, formuliert in seiner Sprache statt in Ihrer Fachsprache?

Eine Coach-Kundin wollte zuerst mit "achtsamkeitsbasiertem Begleitprozess" starten. Wir haben daraus gemacht, was ihre Klienten wirklich suchen: wieder ruhiger schlafen und den Kopf freibekommen. Gleiche Leistung, aber jetzt erkennt sich der Besucher sofort wieder.

Tipp 4: Die Startseite in fünf Sekunden verständlich machen

Öffnen Sie Ihre Startseite und zählen Sie fünf Sekunden. Wird in dieser Zeit klar, wer Sie sind, was Sie anbieten und für wen? Wenn nicht, verlieren Sie Besucher, bevor sie überhaupt scrollen. Der wichtigste Bereich ist der oberste, den man ohne Scrollen sieht.

Bei der Hochzeitslocation StartBahn.Berlin stand die Kernaussage sofort im Kopfbereich: Hochzeiten feiern in einer außergewöhnlichen Location in der Genezareth-Kirche in Berlin. Kein Rätselraten, keine leere Begrüßungsfloskel, sondern eine klare Ansage, mit der der Besucher direkt weiß, ob er richtig ist.

Tipp 5: Mobil zuerst denken

Mehr als die Hälfte der Besucher kommt heute vom Smartphone, in manchen Branchen deutlich mehr. Trotzdem entstehen viele Seiten am großen Bildschirm und wirken auf dem Handy gequetscht. Planen Sie zuerst die Handy-Ansicht, dann die Desktop-Version. Alles muss sich mit dem Daumen bedienen lassen, und nichts darf seitlich aus dem Bild ragen.

Ich prüfe jede Seite auf echten Geräten und bei sehr schmalen Breiten, damit kein Text abgeschnitten wird und niemand seitwärts scrollen muss. Warum das mehr ist als nur "passt sich an", habe ich in Responsive Webdesign verständlich erklärt aufgeschrieben.

Tipp 6: Auf kurze Ladezeit achten

Jede Sekunde, die eine Seite länger lädt, kostet Besucher. Auf dem Handy im Mobilfunknetz ist die Geduld besonders knapp. Die häufigsten Bremsen sind zu große Bilder und zu viele Skripte, die im Hintergrund nachladen. Komprimierte Bilder und eine schlanke technische Basis bringen hier am meisten.

Für Projekte, bei denen Tempo zählt, setze ich auf eine schlanke, teils statische Umsetzung ohne unnötige Bausteine. Was der Google-Wert dazu wirklich aussagt und was nicht, ordne ich in PageSpeed: was der Google-Score bedeutet ein.

Tipp 7: Lesbarkeit und Schriftgrößen ernst nehmen

Guter Text nützt nichts, wenn man ihn kaum lesen kann. Zu kleine Schrift, dünnes Grau auf Weiß oder ellenlange Zeilen strengen an und vertreiben Leser. Als Richtwert: Fließtext ab etwa 16 bis 18 Pixel, klarer Kontrast, nicht zu breite Textblöcke. Halten Sie Absätze kurz, damit das Auge Anker findet.

Bei einer Praxis mit älterer Zielgruppe haben wir Schrift und Kontrast bewusst kräftiger gewählt. Die Patienten sollen Öffnungszeiten und Telefonnummer ohne Zoomen lesen können. Barrierearme Gestaltung hilft am Ende allen, nicht nur einzelnen Besuchern.

Tipp 8: Echte Fotos statt Stockbilder

Gekaufte Bilder mit lächelnden Models erkennt heute fast jeder. Sie wirken austauschbar und schaffen kein Vertrauen. Echte Fotos von Ihnen, Ihrem Team, Ihren Räumen und Ihrer Arbeit zeigen, dass es Sie wirklich gibt. Gerade für lokale Betriebe ist das ein starker Unterschied.

Bei einem Handwerksbetrieb haben echte Werkstattfotos und fertige Arbeiten mehr überzeugt, als jedes Stockbild es könnte. Wo eigene Fotos fehlen, plane ich einen kleinen Foto-Termin ein. Eine Auswahl solcher Projekte sehen Sie in meinem Portfolio.

Tipp 9: Vertrauen mit echten Rezensionen zeigen

Menschen glauben anderen Kunden mehr als der Werbung eines Anbieters. Echte Bewertungen mit Namen und Kontext wirken, anonyme Fantasie-Zitate schaden eher. Platzieren Sie ein paar aussagekräftige Stimmen dort, wo eine Entscheidung ansteht, zum Beispiel neben dem Kontaktbereich.

Ich sammle Kundenstimmen nur mit Freigabe und gebe sie so wieder, wie sie gemeint waren. Ein paar echte Beispiele stehen auf meiner Seite Kundenstimmen. Diese Ehrlichkeit ist wichtiger als eine Wand voller Sterne-Symbole ohne Substanz.

Tipp 10: Lokal sichtbar werden

Für die meisten kleinen Betriebe kommen Kunden aus der Region. Dann bringt es wenig, für allgemeine Begriffe zu ranken, aber vor Ort unsichtbar zu sein. Nennen Sie Ihren Ort und Ihr Einzugsgebiet im Text, pflegen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil und halten Sie Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich.

Für Berliner Kunden achte ich darauf, dass Bezirk und Leistung zusammen auftauchen, statt nur "Webdesign" ins Leere zu schreiben. Die Grundlagen dazu habe ich in Lokale SEO für kleine Betriebe gesammelt. Wenn Sie speziell in der Hauptstadt gefunden werden wollen, ist meine Seite Webdesign Berlin der passende Startpunkt.

Tipp 11: Rechtliches und Datenschutz von Anfang an

Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht, nicht Kür. Genauso wichtig ist es, möglichst wenig Daten zu sammeln. Viele Seiten laden Schriften, Karten oder Statistik-Dienste von US-Servern und brauchen deshalb ein Cookie-Banner. Das lässt sich oft vermeiden.

Weniger Fremd-Dienste bedeuten weniger Risiko, kürzere Ladezeiten und eine ruhigere Nutzererfahrung ohne aufpoppende Zustimmungsfenster. Datenschutz ist damit nicht nur eine Pflicht, sondern ein spürbarer Vorteil für Ihre Besucher.

Tipp 12: Klein starten und erweitern

Sie brauchen nicht am ersten Tag die perfekte, zwanzigseitige Website. Eine klare, gut gemachte Seite schlägt eine große, halbfertige jederzeit. Fangen Sie mit dem an, was Anfragen bringt, und wachsen Sie, wenn der Bedarf da ist. Das hält Kosten und Aufwand am Anfang niedrig.

Deshalb biete ich Websites auch zur Miete an, ab 19 Euro im Monat für einen One-Pager und ab 49 Euro im Monat für eine mehrseitige Unternehmensseite, ohne Einrichtungsgebühr und monatlich kündbar. Gestaltung, Hosting, SSL, Backups, Wartung und kleine Änderungen sind dabei. Wie das Modell funktioniert, steht unter Website mieten und Website mieten: Kosten. Wenn Inhalte vorliegen und ein fester Termin steht, geht ein One-Pager sogar an einem Werktag online, siehe Website an einem Tag.

Technik-Tipps kompakt

Design und Inhalt entscheiden, ob eine Seite überzeugt. Die Technik entscheidet, ob sie schnell, sicher und auffindbar ist. Diese Punkte prüfe ich in jedem Projekt, bevor eine Seite online geht.

BereichEmpfehlungWarum es zählt
HostingDeutsche oder EU-Server mit SSL-VerschlüsselungDatenschutz, Ladezeit und Vertrauen
LadezeitBilder komprimieren (WebP), wenige SkripteSchnelle Seiten halten Besucher
Technik-BasisSchlanke Umsetzung, statisch oder schlankes WordPressWeniger Bausteine, weniger Fehlerquellen
SEO-GrundlagenSprechende Seitentitel, Meta-Description, saubere ÜberschriftenGoogle versteht, worum es auf der Seite geht
DatenschutzOhne Google Fonts, Analytics und US-Dienste ladenOft kein Cookie-Banner nötig
Backups und WartungRegelmäßige Backups und UpdatesSicherheit und kein Datenverlust
MobilAuf echten Geräten testen, kein seitliches ScrollenDie Mehrheit surft mobil
ErreichbarkeitTelefon, E-Mail und Kontakt sichtbar platzierenJede Hürde kostet Anfragen

Do's und Don'ts im Webdesign

Das ist sinnvoll

  • Vor dem ersten Entwurf die Seitenstruktur und das Ziel jeder Seite festlegen.
  • Mit echten Fotos, echten Namen und klar sichtbaren Kontaktdaten arbeiten.
  • Jede Seite auf dem Handy testen, bevor sie online geht.
  • Ladezeit und Datenschutz von Anfang an mitdenken, nicht nachträglich flicken.
  • Klein und sauber starten und die Seite gezielt erweitern.

Das besser nicht

  • Fünf konkurrierende Handlungsaufforderungen auf eine Seite packen.
  • Die Startseite mit Firmengeschichte statt mit dem Nutzen für den Besucher eröffnen.
  • Gekaufte Stockfotos mit lächelnden Models als eigenes Team ausgeben.
  • Winzige Schrift und dünnes Grau auf weißem Hintergrund verwenden.
  • Ein Cookie-Banner einbauen, obwohl gar keine Tracker laden.

Häufige Fragen

Was macht gutes Webdesign aus?

Gutes Webdesign beginnt bei Klarheit, nicht bei der Optik. Ein Besucher muss in wenigen Sekunden verstehen, was Sie anbieten und für wen, jede Seite verfolgt ein klares Ziel, und die Texte sprechen aus Kundensicht. Dazu kommen kurze Ladezeiten, eine saubere Handy-Ansicht, echte Fotos und Vertrauenselemente wie Rezensionen. Die Optik unterstützt das alles, ersetzt es aber nicht.

Wie viele Unterseiten brauche ich?

Das hängt von Ihrem Angebot ab, nicht von einer festen Zahl. Für viele kleine Betriebe reicht am Anfang ein guter One-Pager oder eine kleine Seite mit Start, Leistungen, Referenzen und Kontakt. Wächst der Bedarf, kommen eigene Detailseiten je Leistung dazu, zum Beispiel für Handwerksbetriebe, Praxen oder Coaches. Wichtiger als die Menge ist, dass jede Seite eine klare Aufgabe hat.

Baukasten oder Webdesigner: was ist besser?

Ein Baukasten kostet oft 10 bis 40 Euro im Monat, verlangt aber Ihre Zeit und Ihr Auge für Gestaltung, Technik und Recht. Ein Webdesigner nimmt Ihnen das ab und sorgt für Struktur, Ladezeit, Datenschutz und einen stimmigen Auftritt. Wenn Sie gern selbst basteln und Zeit haben, kann ein Baukasten reichen. Wollen Sie sich um nichts kümmern, ist die Zusammenarbeit mit einem Fachmann oder ein Mietmodell meist der ruhigere Weg.

Was kostet professionelles Webdesign?

Zur Einordnung: Freelancer verlangen für eine Website meist 1.500 bis 5.000 Euro einmalig, Agenturen 3.000 bis 15.000 Euro und mehr, dazu oft einen Wartungsvertrag von 30 bis 150 Euro im Monat. Bei mir gibt es zwei Wege: mieten ab 19 Euro im Monat für einen One-Pager und ab 49 Euro für eine mehrseitige Seite, oder kaufen mit WordPress ab 700 Euro und einer individuell entwickelten statischen Website ab 1.890 Euro netto. Alle Preise netto zzgl. USt. Mehr dazu in Was ein Webdesigner in Berlin kostet und unter Website mieten: Kosten.

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

Ein One-Pager im Mietmodell steht meist in ein bis zwei Wochen, eine mehrseitige Website in drei bis sechs Wochen. Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Inhalte wie Texte und Fotos vorliegen. Wenn alles bereit ist und ein fester Termin steht, setze ich einen One-Pager auch an einem einzigen Werktag um, siehe Website an einem Tag.

Brauche ich für eine kleine Website ein Cookie-Banner?

Oft nicht. Ein Cookie-Banner ist vor allem dann nötig, wenn Ihre Seite Dienste lädt, die Daten der Besucher verarbeiten, etwa externes Tracking oder Schriften und Karten von US-Servern. Verzichtet die Seite darauf und läuft datensparsam auf deutschen Servern, kommt sie in vielen Fällen ohne Banner aus. Ich baue Websites standardmäßig cookie-frei. Das ist keine Rechtsberatung, aber technisch die saubere Grundlage.

Was ist der häufigste Webdesign-Fehler?

Der häufigste Fehler ist eine Startseite, die über die Firma redet statt über den Nutzen für den Besucher, oft kombiniert mit zu vielen konkurrierenden Handlungsaufforderungen. Der Besucher weiß dann nicht, was er tun soll, und klickt weg. Dicht dahinter folgen langsame Ladezeiten und eine schlechte Handy-Ansicht. Wenn eine bestehende Seite genau daran krankt, lohnt sich oft eine Modernisierung statt eines kompletten Neubaus.

WordPress oder statische Website?

WordPress ist stark, wenn Sie regelmäßig selbst Inhalte pflegen, etwa einen Blog oder viele Unterseiten. Eine individuell entwickelte statische Website ist besonders schnell, sehr sicher und datensparsam, dafür weniger auf tägliches Selberpflegen ausgelegt. Welcher Weg passt, hängt von Ihren Zielen ab. Ich berate dazu neutral und biete beides an, mehr unter WordPress-Agentur.

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Carlo Krämer · ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print (IHK)