Updates sind wichtig, das weiß inzwischen jeder. Aber nicht jedes Update ist gleich. Zwischen einem kleinen Sicherheits-Update und einem großen Versionssprung, einem sogenannten Major-Update, liegt ein erheblicher Unterschied im Risiko. Wer den nicht kennt, klickt arglos auf „Aktualisieren“ und steht plötzlich vor einer weißen Seite.
Kleine Updates und Major-Updates: der Unterschied
An der Versionsnummer lässt sich der Unterschied ablesen. Ein Sprung von 6.4.2 auf 6.4.3 ist ein kleines Update: meist Sicherheits- und Fehlerkorrekturen, in der Regel unkritisch. Ein Sprung von 6.4 auf 6.5 oder gar von 6 auf 7 ist ein Major-Update: Hier ändern sich oft grundlegende Dinge im Inneren. Das Gleiche gilt für Plugins und Themes. Major-Updates bringen neue Funktionen, können aber auch die Art ändern, wie Bausteine zusammenarbeiten, und genau da entstehen die Probleme.
Warum dabei eine Seite kaputtgehen kann
- Plugin-Konflikte: Ein Plugin ist noch nicht an die neue Version angepasst und verträgt sich plötzlich nicht mehr mit dem Core
- Theme-Inkompatibilität: Das Design baut auf einer Funktion auf, die im Major-Update geändert oder entfernt wurde
- PHP-Anforderungen: Die neue Version verlangt eine neuere PHP-Version, die der Server noch nicht bereitstellt
- Der gefürchtete weiße Bildschirm (White Screen of Death): Die Seite zeigt nur noch weiß, weil ein fataler Fehler die Ausführung stoppt
Besonders ärgerlich: Solche Fehler treten oft nicht sofort sichtbar auf, sondern an einer einzelnen Stelle, etwa im Kontaktformular oder im Shop-Checkout, die tagelang niemand bemerkt. Mehr zu solchen Pannen im Beitrag Website zerschossen.
So aktualisiert man ein Major-Update sicher
- Vorher ein vollständiges Backup von Dateien und Datenbank anlegen, das ist die Lebensversicherung
- Auf einer Staging-Umgebung testen: einer Kopie der Seite, auf der das Update gefahrlos ausprobiert wird, bevor es live geht
- Plugins und Theme vorab auf Kompatibilität mit der neuen Version prüfen
- Nach dem Update jede wichtige Funktion durchklicken: Formular, Login, Shop, mobile Ansicht
- Updates nie ungeprüft automatisch laufen lassen, gerade Major-Updates gehören begleitet
Genau deshalb ist ein Major-Update kein Fall für einen schnellen Klick zwischendurch, sondern für ruhige Hand, Backup und Test. Im WordPress-Wartungsvertrag übernehme ich genau das: testen, begleiten und im Zweifel sofort zurückrollen. Wie Backups und kleine Updates zusammenspielen, steht im Beitrag Updates und Backups.