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DNS, Domain und SSL einfach erklärt: was hinter Ihrer Webadresse steckt

Domain, DNS, SSL: Diese drei Begriffe begegnen jedem Website-Betreiber, kaum jemand kann sie sicher erklären. Was dahintersteckt, wie sie zusammenspielen und warum SSL heute Pflicht ist, verständlich auf den Punkt gebracht.

Mann verkabelt einen Netzwerk-Switch im ServerschrankKI-Symbolbild

Domain, DNS, SSL: Diese drei Begriffe tauchen ständig auf, sobald es um eine Website geht, und kaum jemand kann sie sicher auseinanderhalten. Dabei sind sie schnell verstanden, wenn man sie sich an einem alltäglichen Bild erklärt. Wer sie kennt, versteht auch besser, warum manche Probleme entstehen, und warum Website-Hosting, Domain und E-Mail drei verschiedene Dinge sind.

Die Domain: Ihre Adresse im Netz

Die Domain ist Ihre Wunschadresse, zum Beispiel ihrefirma.de. Sie ist das, was Menschen sich merken und eintippen. Eine Domain bucht man jährlich bei einem Anbieter (einem Registrar), Sie nutzen sie für die Laufzeit der Registrierung. Wichtig: Die Domain ist nur der Name, nicht die Website selbst und auch nicht das Postfach. Deshalb können Domain, Website-Hosting und E-Mail problemlos bei verschiedenen Anbietern liegen.

DNS: das Telefonbuch des Internets

Computer finden sich nicht über Namen, sondern über Nummern, die IP-Adressen. Das DNS (Domain Name System) ist die Vermittlungsstelle dazwischen, eine Art riesiges Telefonbuch: Sie tippen ihrefirma.de ein, und das DNS schlägt blitzschnell nach, auf welchem Server (welcher Nummer) diese Seite liegt, und leitet Sie dorthin. In den DNS-Einstellungen wird also festgelegt, wohin eine Domain zeigt. Genau hier wird eingestellt, dass Ihre Domain auf das Website-Hosting verweist und Ihre E-Mails zum richtigen Postfach gehen.

Weil hier mehrere Dienste zusammenlaufen, sind die DNS-Einstellungen auch eine häufige Fehlerquelle: Ein falscher Eintrag, und die Seite ist nicht erreichbar oder E-Mails kommen nicht an. Manche Anbieter sind dabei zickiger als andere, weshalb ich diese Einstellungen vor jedem Livegang prüfe.

SSL: das Schloss in der Adresszeile

SSL (heute technisch genauer TLS) ist die Verschlüsselung zwischen dem Browser Ihrer Besucher und Ihrer Website. Sie sorgt für das kleine Schloss-Symbol und das „https“ vor der Adresse. Ohne SSL werden Daten (etwa aus einem Kontaktformular) im Klartext übertragen und könnten unterwegs mitgelesen werden. Mit SSL sind sie verschlüsselt.

Warum SSL heute Pflicht ist

  • Browser warnen offen vor Seiten ohne SSL mit „Nicht sicher“, das schreckt Besucher ab
  • Google bevorzugt verschlüsselte Seiten, SSL ist ein Rankingfaktor
  • Datenschutz: Personenbezogene Daten unverschlüsselt zu übertragen, werten Aufsichtsbehörden in der Regel als Verstoß gegen die DSGVO
  • Vertrauen: Das Schloss-Symbol signalisiert Seriosität, gerade bei Kontakt- und Bestellformularen

Die gute Nachricht: Ein gültiges SSL-Zertifikat gibt es heute kostenlos (etwa über Let’s Encrypt), und die Einrichtung übernehme ich bei jeder Website. Wichtig ist nur, dass es rechtzeitig verlängert wird, denn ein abgelaufenes Zertifikat lässt den Browser wieder warnen. Was passiert, wenn so etwas schiefgeht, steht im Beitrag Website zerschossen. Und warum Domain, Postfach und Hosting bei Ihren eigenen Anbietern liegen, während ich die Website pflege, lesen Sie auf der Seite Pakete und Preise.

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Carlo Krämer · ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print (IHK)