Ein Logo-Projekt scheitert selten am Designer, sondern meist am Briefing: ungenaue Vorstellungen, fehlende Informationen, widersprüchliche Wünsche. Die Folge sind endlose Schleifen und ein Ergebnis, das niemanden überzeugt. Dabei braucht ein gutes Briefing nur Klarheit in acht Punkten.
- Wer sind Sie? Name, Branche, Standort, Größe, was Sie für wen tun.
- Was macht Sie besonders? Der Grund, warum Kunden Sie statt der Konkurrenz wählen.
- Wer sind Ihre Kunden? B2B oder B2C, jung oder alt, konservativ oder progressiv.
- Wie soll das Logo wirken? Nennen Sie 3 bis 5 Adjektive (etwa seriös, modern, handwerklich).
- Was gefällt Ihnen, was nicht? Zeigen Sie je einige Logos, die Sie mögen und ablehnen, mit Begründung.
- Wo wird es eingesetzt? Visitenkarte, Fahrzeug, Arbeitskleidung, Website, Schild. Manche Anwendung braucht eine vereinfachte Version.
- Was darf nicht sein? Ausschlüsse sind genauso hilfreich wie Anforderungen.
- Zeitplan und Budget: harte Termine und eine grobe Größenordnung steuern Tiefe und Zahl der Schleifen.
Fassen Sie das auf maximal zwei A4-Seiten zusammen. Ein gutes Briefing gibt klare Leitplanken und lässt zugleich kreativen Spielraum. Danach gilt: dem Prozess vertrauen. Gutes Briefing plus erfahrener Designer plus konstruktives Feedback ergibt ein Logo, das wirklich trägt. Mehr dazu, warum ein Logo allein noch kein Corporate Design ist.
