Ein Rebranding kann ein Unternehmen verwandeln. Es kann aber auch Geld verbrennen, Kunden verwirren und intern Chaos stiften, wenn es ohne Strategie angegangen wird.
Wann es sinnvoll ist
- Das Design ist veraltet: ein Logo trägt meist 10 bis 15 Jahre, danach ist eine Überarbeitung angebracht
- Die Zielgruppe hat sich verändert, etwa vom jungen Start-up zum etablierten B2B-Anbieter
- Das Angebot ist gewachsen und der Auftritt spiegelt das nicht mehr wider
- Fusion, Übernahme oder Neustart erfordern Klärung der Markenstruktur
- Negative Assoziationen, aber nur, wenn echter Wandel dahintersteht, sonst ist es bloß Kosmetik
Refresh oder Rebranding?
Ein Refresh modernisiert das bestehende Erscheinungsbild, die Kernidentität bleibt erkennbar. Ein Rebranding ist eine fundamentale Neupositionierung mit neuer Identität und bewusst geringer Kontinuität. Für die meisten Unternehmen ist der Refresh der richtige Weg, nicht das volle Rebranding.
Wie Sie es richtig angehen
Strategie vor Design: Warum verändern Sie sich, wen wollen Sie ansprechen, was soll die Marke aussagen? Danach alle Berührungspunkte erfassen (Website, Visitenkarten, Fahrzeuge, Schilder, Signaturen, Vorlagen) und einen Phasenplan erstellen, der zuerst das nach außen Sichtbare umstellt. Das größte Risiko ist eine halbherzige Umstellung mit altem Logo hier und neuem dort. Ein vollständiges Rebranding mit Leitfaden und Kernanwendungen ist ein größeres Projekt, das sich aber Schritt für Schritt umsetzen und in einer laufenden Betreuung begleiten lässt.
